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REPRINTS UND
MANUSKRIPTE
Herausgeber:
Bernhard Habla
Verlag:
Johann Kliment, Wien / Austria
IGEB
Reprints und Manuskripte
Materialien und Manuskripte zur Erforschung der Blasmusik
Inhaltlich gliedert sich die Reihe in 1. Reprints und 2. Manuskripte.
Unter Reprints werden ältere Drucke, Abhandlungen, Berichte,
Notenausgaben etc. zu allen Themenbereichen der Blasmusik wieder einem
breiteren Benutzerkreis auf einfachem Weg zugänglich gemacht. Ergänzt
werden diese Reprints durch Erklärungen und weitere Informationen zur
jeweiligen Ausgabe. Bei Manuskripten besteht die Möglichkeit, spezielle
Arbeiten zu Themenkreisen der Blasmusik, die bisher nur als Manuskript
zur Verfügung stehen, auch in kleineren Auflagen zu verbreiten.
Entsprechend der internationalen Orientierung der IGEB werden Schriften
aller Länder und Sprachen in die Reihe aufgenommen, auch können Wünsche
der Mitglieder betreffs der Auswahl berücksichtigt werden, diese sind
sogar erwünscht.
Das Ziel der Reihe IGEB Reprints und Manuskripte wird erreicht, wenn
durch sie die Arbeit an der Erforschung der Blasmusik unterstützt und
erleichtert wird aber auch Dirigenten, Musiker und Liebhaber seltene
ältere Notenausgaben zumindest als Taschenbuch-Reprint persönlich
erwerben können.
Band 1
Historische Märsche und sonstige Compositionen für das kaiserliche
und königliche Heer,
hg. / ed. Emil Kaiser, Wien 1895
hg. Friedrich Anzenberger
Der erste Band der Reihe, Historische Märsche und sonstige Compositionen
für das kaiserliche und königliche Heer, ein Reprint einer
Partituren-Sammlung von 39 Regiments- und 10 sonstigen österreichischen
Märschen, erschien erstmals 1895 bei Eberle in Wien. Mit Einführungen
und Informationen zur den Komponisten etc. stellt diese Sammlung ein
wertvolles Dokument zur altösterreichischen Militärmusikgeschichte dar.
Der Band Historische Märsche ... ist erhältlich bei Musikverlag Johann
Kliment, Kolingasse 15, A-1090 WIEN, Fax: 0043-1-3100827 oder für
IGEB-Mitglieder (ermäßigter Preis) bei Universität für Musik und
darstellende Kunst Graz, Leonhardstraße 15, A-8010 Graz, Austria
Band 2
Andreas Nemetz, Allgemeine Musikschule für MilitärMusik, Wien [1844],
133. Seiten, Abbildungen und Noten
hg. Friedrich Anzenberger
Nemetz´ "Militärmusikschule" gilt in Fachkreisen als Klassiker der
Blasmusikgeschichte. Ein solches Buch, das nur in wenigen Exemplaren
erhalten geblieben ist, nun allgemein zugänglich zu machen, erscheint
äußerst verdienstvoll. Friedrich Anzenberger hat dazu einen Kommentar
geliefert, der (in deutscher und in englischer Sprache) den Lebenslauf
des "tüchtigen Regiments-Kapellmeisters" Andreas Nemetz (1799 - 1846)
und einige mit der Edition bislang verbundene Unsicherheiten klärt: So
bestehen anfort (1) keine Zweifel über das Erscheinungsjahr 1844; (2)
die "in dieser Schule enthaltene Anweisung für Flügelhorn ist die erste
im deutschen Sprachraum"; (3) in dem bei Nemetz angeführten
"Manövrier-Marsch" erscheint in leicht veränderter Form das in
Österreich heute übliche "Einschlagen" des Marsches, das bedeutet: dass
"unser" [österreichisches, Anm. de Redaktion] Einschlagen bereits auf
eine ansehnliche, bereits mehr als eineinhalb Jahrhunderte alte stolze
Geschichte "zurückblicken" kann; (4) zu dem in diesem Band abgedruckten
Arrangement der Kaiserhymne "Gott erhalte ..." hatte Andreas Leonhardt
einst bemerkt und moniert, dass Nemetz seine, also Leonhardts
Bearbeitung, "unter eigenen [sollte es nicht heißen "unter eigenem"?)
Namen praktisch unverändert publiziert hatte" (Seite X). [Wolfgang
Suppan]
Der Band ist erhältlich bei Musikverlag Johann Kliment, Kolingasse 15,
A-1090 WIEN, Fax: 0043-1-3100827 oder für IGEB-Mitglieder (ermäßigter
Preis) bei Universität für Musik und darstellende Kunst Graz,
Leonhardstraße 15, A-8010 Graz, Austria
Band 3
Jacob Adam Kappey, Military Music. A History of Wind-Instrumental
Bands, London [1894], 100 + XVII Seiten,
9 Tafeln, zahlreiche Abbildungen und Notenbeispiele.
Einleitung von John Ambler
Aus dem Vorwort:
Das Buch von Kappey gilt als das erste in englischer Sprache, das sich
mit der Geschichte der Militärmusik und ihrer Instrumente beschäftigt.
In drei Abschnitten behandelt der Autor die
Musik im Freien in früheren Zeiten
Alte Instrumente und ihre Nachfolger
Geschichte der modernen Militärmusik
aus der fundierten Sicht eines im Rheinland geborenen und hauptsächlich
in England des 19. Jahrhunderts wirkenden vielseitigen Dirigenten,
Komponisten und Arrangeurs. Kappey stellt bereits zum Anfang seiner
Abhandlung (S.1), wo er auch auf die Hintergründe und den Anlass zur
Entstehung seines Buches zu sprechen kommt, einen Mangel in der
musikgeschichtlichen Darstellung fest - der heute leider immer noch
nicht behoben ist - dass die Musik des Volkes, worunter er die
Militärmusik – sprich Blasmusik – versteht, keine Berücksichtigung
findet. Sachlich fundiert, in gut verständlicher englischer Sprache
unternahm er einen Schritt, diesem Manko abzuhelfen und verfasste ein
überaus interessantes Werk, das nicht zuletzt auch durch die zahlreichen
Abbildungen von Musikinstrumenten heute noch von Interesse ist.
Band 4
Samuel Charles Griffiths, The Military Band. How to Form, Train, and
Arrange for Reed and Brass Bands,
London [1892]
Einleitung von Gordon Turner
Eines der ersten Werke zur Instrumentation für Militärblasmusik im
englischen Spracheraum.
Erhältlich im Büro der IGEB oder bei Musikverlag Kliment, Wien.
ISBN 3-85139-020-2
Band 5
Die Preußische Armeemarsch-Sammlung 1817-1839
hg. von Achim Hofer
Band 5.1; Achim Hofer, Die »Königlich Preußische
Armeemarschsammlung« 1817-1839.
Entstehung – Umfeld – Beschreibung. Wien: Kliment 2007.
Band
5.2 - 5.5: Achim Hofer (Hg.), Die »Königlich Preußische
Armeemarschsammlung« 1817-1839
Wien: Kliment 2007.
Band 5.2: Heft I (Nr. 1 - 40)
Band 5.3: Reprint Heft II (Nr. 41 - 70)
Band 5.4: Reprint Heft III (Nr. 71 - 100 )
Band 5.5: Reprint Heft IV (Nr. 101 - 114).
Im Jahre 1839 publizierte
der Schlesinger-Verlag in Berlin die seit 1817 in loser Folge
erschienenen 114 »Königlich Preußischen Armeemärsche« in einer
vierbändigen Partitur-Prachtausgabe, von der sich ein Exemplar in der
Deutschen Staatsbibliothek Berlin erhalten hat. Die Bände 5.2 bis 5.5
der IGEB-Reprints enthalten einen vollständigen faksimilierten Nachdruck
dieser musikalischen Rarität.
Der zugehörige Textband
5.1, der auch separat erworben werden kann, bietet in einem I. Teil den
neuesten Stand der Erkenntnisse über die Sammlung als Ganzes: Entstehung
und Ursprung im Zusammenhang mit deutsch-russischen Beziehungen;
Komponisten, Bearbeiter und Titel; Tempo, Datierung und
Instrumentierung. So konnte der Autor z.B. nachweisen, dass es sich bei
den ersten Märschen um unveränderte Übernahmen aus der »Kaiserlich
Russischen Armeemarschsammlung«, die sich heute in der Staatsbibliothek
Moskau befindet, handelt. Aber auch die anderen Märsche waren
»preußisch« allenfalls aufgrund der Sammlung, zu der sie gehörten.
Teil II des Textbandes
führt alle Märsche einzeln auf mit ihren Originaltiteln und vielfach
neuen Erkenntnissen zu Komponisten, Bearbeitern, musikalischen Vorlagen
und Ausgaben für andere Besetzungen.
Textteil und Noten-Bände
zeigen anschaulich, dass die Sammlung ein wertvolles Dokument zur
Geschichte des Marsches, der Instrumentation und der Besetzung der
Militärmusik im früheren 19. Jahrhundert darstellt (so enthält zum
Beispiel der letzte Marsch Nr. 114 erstmals die neue Tuba). Darüber
hinaus wird deutlich, wie sehr die Märsche mit ihren oftmals bekannten
Melodien Teil waren jenes Bereichs der Musik, der in diesen Jahrzehnten
des 19. Jahrhunderts einen rapiden Aufschwung nahm: dem der »populären
Musik« insgesamt.
Die vorliegende Ausgabe
macht zum ersten Mal den berühmten, aber bislang nur schwer erreichbaren
Prachtband der »Königlich Preußischen Armeemärsche« sowohl für die
Fachwelt als auch für interessierte Laien in einer kostengünstigen
Ausgabe / Form zugänglich. |